Zwei Studiengänge unter einem Dach

Im Weiterbildungsstudiengang können Sie zwischen zwei Ausbildungmöglichkeiten wählen:

  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (tfP) = Wahlmöglichkeit 1
  • Tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie (kombinierte Ausbildung tfP und AP) = Wahlmöglichkeit 2

Beide Ausbildungen führen zur Approbation als psychologischer Psychotherapeut/ psychologische Psychotherapeutin, unterscheiden sich jedoch in dem Berufspraxis, die sie ermöglichen.

Die Wahlmöglichkeit 1 = Fachkunde tfP bietet eine fundierte psychodynamische Ausbildung für alle Störungsbilder. Patienten können maximal über ca. 2 Jahre ein Mal wöchentlich behandelt werden. Störungs- oder konfliktspezifische Änsätze unterschiedlicher Dauer (z.B. Kurzzeit.- vs Langzeit-behandlungen) bieten die Möglichkeit, das Verfahren an die Erfordernisse des jeweiligen Einzelfalls anzupassen.

Die Wahlmöglichkeit 2 ergänzt die Fachkunde tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie um die Fachkunde analytische Psychotherapie. In der analytischen Psychotherapie werden Patienten zwei bis drei Mal wöchentlich behandelt, die Behandlung erstreckt sich in der Regel über drei bis vier Jahre. Die analytische Psychotherapie eröffnet über die höhere Stundenfrequenz die Möglichkeit, die Beziehungsgestaltung des Patienten im Detail zu erfassen und zu reflektieren. Dieser Ansatz hat sich insbesondere bei Persönlichkeitsstörungen als hochwirksam erwiesen. Mit der kombinierten Ausbildung (tfP und AP) eröffnet Wahlmöglichkeit 2 die Behandlung eines größeren Patientenspektrums, der Berufsalltag wird durch die Arbeit in verschiedenen "Settings" (unterschiedliche Frequenz und Länge der Behandlungen; Patient sitzt dem Therapeuten gegenüber oder liegt auf der Behandlungscouch) abwechslungsreich.
Im Ausbildungsverlauf unterscheiden sich Wahlmöglichkeit 1 und Wahlmöglichkeit 2 vor allem bei den Patientenbehandlungen unter Supervision und bei der Selbsterfahrung. 

Bei Wahlmöglichkeit 1 werden Behandlungen zwischen 25 und maximal 100 Stunden mit einer Behandlungsfrequenz von einer Wochenstunde durchgeführt; die Selbsterfahrung umfasst 120 Stunden und findet in der Regel ein Mal wöchentlich statt.

Bei Wahlmöglichkeit 2 werden  sowohl Behandlungen von 25 bis maximal 100 Stunden mit einer Frequenz von einer Stunde pro Woche (tfP) wie von mindestens 250 Stunden mit einer Frequenz von 2 bis 3 Stunden pro Woche (AP) durchgeführt. Die Selbsterfahrung umfasst  250 Stunden bei einer Frequenz von 3 Stunden pro Woche

Vergleich

 

Wahlmöglichkeit 1:
tfP

Wahlmöglichkeit 2:
tfP und AP

Theoretische Ausbildung

 

 

Krankheits-und Behandlungstheorien:

610 Stunden

650 Stunden

Praktische Tätigkeit

 

 

Psychiatrische Versorgungseinrichtung

1200 Stunden

1200 Stunden

Psychotherapeutische/ Psychosomatische Versorgungseinrichtung

600 Stunden

600 Stunden

Praktische Ausbildung

 

 

Behandlungsstunden tfP

710 Stunden

400 Stunden

Behandlungsstunden AP

 

600 Stunden

Supervision

180 Stunden

250 Stunden

Selbsterfahrung

 

 

Lehranalyse bzw. Lehrtherapie

120 Stunden

250 Stunden

Kontakt

PD Dr. Claudia Subic-Wrana
Ausbildungskoordinatorin
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Kupferbergterrasse 17-19
55116 Mainz
Tel.: 06131 8928781
 E-Mail