Grundausbildung in Intensiver Psychodynamischer Kurzzeitpsychotherapie (ISTDP)
Die Intensive Psychodynamische Kurzzeittherapie (ISTDP) ist ein evidenzbasiertes psychoanalytisches Therapieverfahren. Der Begriff "Kurzzeit" steht dabei weniger für die Stundenanzahl als für ein Prinzip, nämlich gemeinsam mit dem Patienten möglichst schnell symptomatische und strukturelle Veränderungen zu erreichen. ISTDP Behandlungen können auch 100 und mehr Stunden dauern. Im Gegensatz zur üblichen tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie, ist die ISTDP aber dadurch gekennzeichnet, dass Abwehr, Widerstände und Übertragung deutlich aktiver bearbeitet werden. Ziel ist es dem Patienten zu helfen, möglichst rasch seine verdrängten oder abgespaltenen Gefühle erleben und integrieren zu können. Psychische Störungen (Beziehungsprobleme, Symptome) werden als Folge der Abwehr unbewusster Gefühle und der Angst vor diesen Gefühlen verstanden. Die Therapie funktioniert als partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Grundlage eines gemeinsamen Behandlungsplans und ermuntert den Patienten aktiv Veränderungsschritte im Hier und Jetzt machen.
Kompatibilität mit dem WePP Curriculum
Die Veranstaltungen sind kompatibel mit dem Curriculum des Weiterbildungsstudiengangs und werden als interne Veranstaltung bescheinigt. Für jeden Weiterbildungstag erfolgt im Voraus eine Zusendung des konkreten Tagesprogramms. Die Weiterbildungstage sind typischerweise wie folgt strukturiert. Die Tage beginnen mit einem Theorieblock. Darauf folgen praktische Teile: Videoanalyse von Expertenvideos, Supervision von aufgezeichneten Therapiesitzungen der Teilnehmer und Rollenspiele. In der Anfangszeit des Kurses liegt der Schwerpunkt auf den Themen Aufbau eines tragfähigen bewussten und unbewussten Arbeitsbündnisses und dem Erlenen von Techniken zum fokussierten Arbeiten mit Widerstand und Übertragung.