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Aktuelles

Gruppentherapie am WePP


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Kassenärztlichen Vereinigungen Rheinland-Pfalz und Hessen fördern die Nachqualifikation in Gruppenpsychotherapie für niedergelassenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit EUR 2500. Dieses Initiative der KVen hat uns veranlasst, ein Weiterbildungsangebot in tiefenpsychologisch fundierter und analytischer Psychotherapie bei uns am Weiterbildungsstudiengangs Psychodynamische Psychotherapie zu organisieren. Weitere Informationen finden Sie unten!

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:
 studiengang-pt@unimedizin-mainz.de
Fragen beantwortet Ihnen gerne Frau Priv. Doz. Dr. Claudia Subic-Wrana:
 claudia.subic-wrana@unimedizin-mainz.de

 

Gruppentherapie KOMPAKT Aus- und Weiterbildung in tiefenpsychologisch fundierter Gruppenpsychotherapie am Weiterbildungsstudiengang Psychodynamische Psychotherapie (WePP)

Gruppenpsychotherapie ist hochwirksam, aber bisher in der Versorgung unterrepräsentiert. Die seit April 2017 gültigen Psychotherapierichtlinie ermöglicht erstmals die Kombination von einzel- und gruppenpsychotherapeutischer Behandlung sowie eine angemessene Vergütung gruppentherapeutischer Leistung - beides sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass die Gruppentherapie mehr Patienten als bisher zu Gute kommt. Die Psychoanalyse und die aus ihr abgeleiteten Verfahren verfügen über eine lange gruppentherapeutische Tradition, an die das WePP nun mit dem Angebot einer gruppentherapeutischen Ausbildung bzw. Weiterbildung anknüpfen will. Unser KOMPAKT-Angebot bietet alle Ausbildungsbausteine, die nach Abschluss der Ausbildung Psychologische Psychotherapie mit der Fachkunde tfP oder bei bereits approbierten Psychologischen Psychotherapeutinnen und Therapeuten mit dieser Fachkunde von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) benötigen, um Gruppenpsychotherapie (tfP) abrechnen zu können. Die Teilnahme an dem jetzt angebotenen Basiscurriculum bildet auch den Grundstock für die theoretische Ausbildung in analytischer Gruppenpsychotherapie.

Hier die Eckdaten von Gruppentherapie KOMPAKT

Theorie 1: Freitag, 19.10. bis Sonntag, 21.10.2018 mit Prof. Bernhard Strauß
Theorie 2: Freitag, 23.11. bis Sonntag, 25.11.2018 mit Prof. Ulrich Schultz-Venrath
Theorie 3: Freitag, 25.1. bis Sonntag, 27.1.2018 mit Dozenten des WePP

Kosten: EUR 960,00 / Studierende WePP u. Ärzte in FA-Ausbildung EUR 500,00
Teilnehmerzahl: maximal 30

Wichtig: nach Erwerb der theoretischen Ausbildungsbausteine kann mit eigenen Gruppenbehandlungen unter Supervision begonnen werden - dies gilt auch für Psychotherapeuten/innen in Ausbildung!


Gruppenselbsterfahrung 1: Freitag, 2.11. bis Sonntag, 4.11.2018 bei Frau Dr. Türk
Gruppenselbsterfahrung 2: Freitag, 7.12. bis Sonntag, 9.12.2018 bei Frau Dr. Türk
Gruppenselbsterfahrung 3: Samstag, 11.1. bis Sonntag, 12.1..2019 bei Frau Dr. Türk Gruppenselbsterfahrung 4: Samstag, 15.3. bis Sonntag, 16.3.2019 bei Frau Dr. Türk Gruppenselbsterfahrung 5: Samstag, 5.4. bis Sonntag, 6.4.2019 bei Frau Dr. Türk
Gruppenselbsterfahrung 6: Samstag, 10.5. bis Sonntag, 11.5.2019 bei Frau Dr. Türk

Kosten: EUR 2400,00 (Ratenzahlung möglich)
Teilnehmerzahl: maximal 12

Die Theorie-Wochenenden beginnen jeweils am Freitag um 18.00 Uhr und enden am Sonntag um 12.00 Uhr. Das Theorie-Angebot orientiert sich an der Arbeit von Schultz-Venrath, Murken und Warrlich "Entwurf eines von der D3G zertifizierten Kerncurriculums Psychodynamische Gruppenpsychotherapie" (Gruppentherapie & Gruppendynamik 49: 277-289). Die beiden ersten Gruppenselbsterfahrungstermine haben den gleichen Zeitrahmen wie die Theorie-Wochenenden; die Gruppenselbsterfahrungen 3 bis 6 beginnen am Samstag um 10.30 Uhr und enden Sonntag um 12.00 Uhr. Die Gruppenselbsterfahrung kann auch bei Lehrtherapeuten des WePP (Dr. Stephan, Prof. Murken, Dr. Ruthmann) oder im Rahmen von der D3G anerkannter Gruppenausbildungen (z.B. Altaussee, GRAS) gemacht werden.

Supervision
Die Supervision wird in Vierer-Gruppen bei Lehrtherapeuten des WePP mit gruppentherapeutischer und/ oder gruppenanalytischer Kompetenz angeboten; sie findet entweder in der Ausbildungsambulanz oder in den Praxen der Lehrtherapeuten statt. Pro 90-minütiger Sitzung können zwei Teilnehmer/innen ihre Gruppen vorstellen. Zur Erlangung der Abrechnungserlaubnis tfP-Gruppe sind mindestens 15 Supervisionen nachzuweisen, dies entspricht der Teilnahme an mindestens 30 Supervisionssitzungen. Die Kosten pro Supervisionssitzung betragen EUR 60,00 und werden von den Supervisorinnen in Rechnung gestellt.

Gruppenbehandlungen im Rahmen der Ausbildung
Die Ausbildungsbehandlungen werden sowohl für Studierende im praktischen Teil der Ausbildung wie für bereits approbierte Psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten über die Ausbildungsambulanz des WePP abgerechnet, es werden mindestens 60 Sitzungen Ausbildungsbehandlung gefordert. Die Arbeitsgemeinschaft der Ausbildungsinstitute in Rheinland-Pfalz (ARPA) hat sich darauf verständigt, dass 60% der der Honorare an die Gruppentherapeuten in Ausbildung weitergegeben werden. Bereits approbierte Kolleginnen und Kollegen können die Ausbildungs-Gruppen in ihrer Praxis durchführen.

Anmeldungen zur Teilnahme am Theorieangebot sind ab sofort möglich unter:
 studiengang-pt@unimedizin-mainz.de
Nach Anmeldung erhalten Sie eine Rechnung über eine Anzahlung von EUR 400,00 ( Studierende WePP und Ärzte in FA-Weiterbildung: EUR 200,00). Sobald die Anzahlung eingegangen ist, ist Ihre Teilnahme gesichert. Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung auch mit, ob Interesse an der Teilnahme an der Selbsterfahrungsgruppe besteht.

Zu den Referenten:
Prof. Bernhard Strauß ist Lehrstuhlinhaber für Medizinische Psychologie an der Universität Jena. Er ist durch zahlreiche Publikationen und Forschungsarbeiten zur Gruppentherapie ausgewiesen und vermittelt die Theorie der Gruppentherapie regelmäßig bei den Lindauer Therapietagen.
Prof. Ulrich Schultz-Venrath ist Psychoanalyiker und Leiter einer großen psychosomatischen Fachabteilung an einer Klinik. Er beschäftigt sich seit langem mit der Umsetzung der mentalisierungsbasierten Therapie nach Bateman & Fonagy auf die Gruppensituation, hat dazu Publikationen vorgelegt und Forschungergebnisse publiziert.
Frau Dr. Dorothe Türk, Ärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Psychoanalytikerin DPV/IPV gehört seit 2016 zum Staff der Gruppenausbildung in Altaussee, ist Mitglied der D3G und in eigener Praxis in Köln niedergelassen.

Hier noch einmal die Anforderungen zur Erlangung der Abrechnungsbefugnis tiefenpsychologisch fundierte Gruppenpsychotherapie auf einen Blick:

  • Fachkunde tfP oder AP für Erwachsene liegt vor 
  • 24 Doppelstunden Theorie der Gruppendynamik und Gruppentherapie 
  • 40 Doppelstunden Selbsterfahrung in Gruppentherapie 
  • 60 Doppelstunden (= Sitzung von 100 min)kontinuierliche Gruppenbehandlung (auch in mehreren Gruppen) unter Supervision 
  • von den 60 Doppelstunden Gruppentherapie müssen mindestens 40 Doppelstunden supervidiert sein, hier hat sich die Arbeitsgemeinschaft der Ausbildungsinstitute in Rheinland-Pfalz (ARPA) auf eine Supervisionsfrequenz von "mindestens nach jeder 4. Gruppensitzung" verständigt

Last but not least: aktuelle Honorare Gruppentherapie 

  • Gruppen mit Teilnehmern: EUR 74,13 pro Teilnehmer pro Gruppensitzung (100 min) 
  • Gruppen mit 9 Teilnehmern: EUR 51,07 pro Teilnehmer pro Gruppensitzung (100 min)

Veranstaltungen, Workshops und Vorträge in diesem Semester


Prof. Otto F. Kernberg: Öffentliche Supervision und Vortrag

Am 12.6.2018 war der renommierte Psychoanalytiker Prof. Otto F. Kernberg auf Einladung des Weiterbildungsstudiengangs Psychodynamische Psychotherapie (WePP) in Mainz zu Gast. In einer internen Diskussionsveranstaltung begrüßte Prof. Kernberg das Mainzer Modell als zukunftsweisende Integration der psychodynamischen Ausbildung in die Universität und damit in die interdisziplinäre Lehre, die Forschung sowie die klinische und wissenschaftliche universitäre Nachwuchsförderung.


Vor knapp 400 Interessierten demonstrierte Kernberg in einer „Live-Supervision“ das Vorgehen in der Transference Focused Psychotherapy (TFP), einem von ihm und seiner Arbeitsgruppe entwickelten Ansatz zu Behandlung von Persönlichkeitsstörungen, dessen Wirksamkeit empirisch nachgewiesen ist.


Prof. Philipp Martius, Dozent im WePP und Leiter des Münchner TFP-Instituts, stellte eine seiner aktuellen Behandlungen vor und diskutierte die Herausforderungen dieses Falles im Supervisionsgespräch mit Prof. Kernberg – dies ermöglichte einen spannenden und unmittelbaren Einblick in die TFP, die bald auch im Rahmen der psychotherapeutischen Fortbildung im WePP angeboten werden soll
(Informationen über:  studiengang-pt@unimedizin-mainz.de).


Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz, die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin RLP, das Adler Institut Mainz (AAIM), das Mainzer Psychoanalytische Institut (mpi) und die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz.